Der Blog vom TRAININGSDECK

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Unterzuckerte Trainer immer gnadenloser

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Die Anweisungen der Trainer werden „fordernder“.

Gerade stolpere ich wieder über eine Studie aus dem Jahre 2011. Shai Danziger und KollegInnen von der Ben-Gurion-Universität von Beer Sheva stellen hier dar, dass die Urteile von Bewährungs-RichterInnen von deren Blutzuckerspiegel abhängig ist. Die Bewilligungsrate der Bewährungsgesuche, die zu Beginn des Tages oder nach einer Essenspause bei 65% lag, fiel bis zum Ende der Verhandlungsphasen auf 0%.

Heißt: satte Richter mit ordentlich Energie im Blut sind gnädiger als die hungrigen.

Warum nun dieser Exkurs? Was hat das nun mit Sport und Training zu tun?

In meiner Warnehmung gab es in den vergangenen Jahren zwei Paradigmenwechsel in diesem Bereich.

Zum einen erkenne ich die Abkehr von einer kohlenhydratreichen Kost, wie ich sie noch im sportwissenschaftlichen Studium um die Jahrtausenwende als gesund und leistungsfördernd kennengelernt habe.
Ziel ist es, den Blutzuckerspiegel konstant auf einem niedrigen Niveau zu halten, um den Fettstoffwechsel nicht zu blockieren.
Zum anderen entwickelte sich die Trainingsbelastung vom „lang und langsam“ hin zu „intensiv bis hochintensiv“, Entwicklungen wie Crossfit oder die Nutzung von Gewichten in Kurs-Programmen lassen das ganz gut erkennen. Die Trainer und deren Programme wurden lauter und „unbarmherziger“.

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Der Blutzucker des Trainers ist am Tiefpunkt.

Ich würde in diesem Fall von einem offensichtlichen Kausal-Zusammenhang sprechen. Unterzuckerte und damit missgelaunte Trainingsprogramm-Designer und Trainer werden in ihren Ideen immer gnadenloser. Genauso wie die zuvor erwähnten Richter in ihren Entscheidungen.
Lockeres Joggen ist nicht mehr, leichte Gewichte in unzähligen Wiederholungen herumzuwirbeln ist Vergangenheit. Der aktuell niederglykämische Trainer treibt seine Schützlinge durch höchstlaktazide Intervalle, hohe Gewichte lassen Muskeln schnell versagen.
Und das auch noch zu Recht: die Studienlage bzgl. leistungs- und gesundheitsfördernder Effekte der aktuellen Ernährungs- und Trainingsleitlinien bestärkt dieses Tun!

Also: Attacke!
Oder dem Trainer mal ein Stück Schokolade mitbringen. Vielleicht besänftigt ihn das für eine Weile.

(Diese Ausführungen sind Ergebnis subjektiver Recherche und Beobachtungen. Sie erheben keinerlei Anspruch auf wissenschaftliche Gültigkeit, sondern stehen einfach mal als These im Raum.)

(Georg Kramer) (www.trainingsdeck.de)

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